Nachdem du verstanden hast , was Bitcoin ist, , wofür er dient und warum er einen Wert hat, kommt die wirklich interessante Frage: Ist es für mich sinnvoll, ihn zu kaufen?
Und genau dieses „für mich“ bedeutet, dass es keine Antwort gibt, die für alle passt.
Bitcoin kann als alleinige Anlage oder als kleiner Teil eines Portfolios sinnvoll sein und zugleich eine schlechte Entscheidung für jemanden, der dieses Geld kurzfristig brauchen könnte.
Der Unterschied liegt nicht nur im Vermögenswert selbst, sondern in deiner Situation, deinem Zeithorizont und deiner Fähigkeit, Verluste auszuhalten.
Für wen es sinnvoll ist, Bitcoin zu kaufen
Es gibt verschiedene Arten von Profilen.
Das erste ist jemand, der wirklich versteht, was die Bitcoin-Revolution bedeutet, und Teil davon sein möchte, nicht nur davon profitieren.
Das ist eine Person, die die Probleme von Fiatgeld kennt und wahrscheinlich nicht mag, wie das aktuelle System funktioniert. Sie kennt die Vor- und Nachteile der Kryptowelt, oder zumindest von Bitcoin, und setzt auf einen langfristigen Wandel.
Sie verwahrt ihre Bitcoins selbst und verkauft weder bei steigenden noch bei fallenden Kursen leichtfertig.
Das zweite Profil ist das eines Anlegers mit einem Portfolio aus Vermögenswerten, der mit Bitcoin weiter diversifizieren möchte. Vielleicht kennt er das System gut, vielleicht auch nicht, aber er versteht, dass das, was es ihm bietet -Diversifikation und langfristige Rendite- ausreicht, um Kapital darin anzulegen.
Er kann seine Bitcoins selbst verwahren oder nicht und im Portfolio direkt Bitcoin oder Derivate wie ETFs halten.
Das dritte Profil ist das des Spekulanten. Das sind Personen, die, obwohl sie keine traders, wissen, dass der Wert sehr volatil ist, und günstig kaufen und teuer verkaufen möchten. Meist machen sie es sich einfach und kaufen ETFs bei einem beliebigen Broker.
Eng mit diesem Profil verbunden sind die traders, die professionell im Investmentbereich tätig sind und dasselbe tun, aber mit fundierten Marktkenntnissen.
Das vierte Profil ist eine Person, die darüber nachdenkt, ihr Vermögen mit Blick auf die Vererbung zu strukturieren für ihre Erben.
Hier muss die Person auf jeden Fall zumindest etwas verstehen, wie alles funktioniert, und Bitcoin oder andere Kryptowährungen kaufen, mit denen sie ihr Vermögen nach Wunsch verteilen kann, ohne zwingend über einen Notar gehen und ohne die entsprechenden Steuern zahlen zu müssen.
Natürlich ist Selbstverwahrung keine Option, auf die man verzichten kann.
In jedem dieser Fälle, außer vielleicht bei traders, muss das hier investierte Geld nur eine einzige Voraussetzung erfüllen: der Anleger darf es kurzfristig nicht benötigen. Wenn das erfüllt ist, ist die Rendite garantiert.
Für wen es wahrscheinlich nicht geeignet ist
Bitcoin ist keine gute Option wenn du keinen Notgroschen hast oder das Geld in naher Zukunft brauchen wirst.
Jede Anlage ist mit Risiken verbunden, besonders wenn der Vermögenswert volatil und dein Zeithorizont kurz ist. Bevor man ein hohes Risiko eingeht, ist es daher vernünftiger, grundlegende Bedürfnisse abzusichern.
Es passt auch nicht gut wenn dich ein Rückgang von 30 % oder 50 % aus Angst zum Verkauf bringen würde. Bitcoin hat Bewegungen dieser Größenordnung erlebt und kann sie wiederholen. Risikotoleranz zeigt sich nicht, wenn alles steigt, sondern wenn deine Anlage über Monate an Wert verliert.
Deshalb ist der vorherige Punkt wichtig: einen Notgroschen zu haben, damit du nicht mit Verlust verkaufen musst.
Wenn du schließlich nicht verstehst, was du kaufst, wo du es kaufst und wie du dabei vorgehst, solltest du wahrscheinlich ebenfalls nicht investieren. Wie Buffett sagte: “investiere niemals in ein Geschäft, das du nicht verstehen kannst””.
Für einen Vermögenswert gilt dasselbe.
Nächste Schritte
Im Folgenden findest du die nächsten Artikel der Reihe. Sie sind so gedacht, dass du sie der Reihe nach lesen kannst, wenn du noch nicht viel über Bitcoin weißt. Jeder Artikel steht aber für sich, sodass du direkt zu dem springen kannst, der dich am meisten interessiert:
- Was Bitcoin ist
- Wofür Bitcoin dient
- Warum Bitcoin wichtig ist
- Wie Bitcoin funktioniert
- Warum Bitcoin einen Wert hat
- Vorteile von Bitcoin
- Nachteile von Bitcoin
- Ist es sinnvoll, Bitcoin zu kaufen?
- Wie man Bitcoin kauft
- Wo man Bitcoin kauft
- Wie man Bitcoin aufbewahrt oder selbst verwahrt
- Was eine Bitcoin-Wallet ist: Cold Wallets und Hot Wallets
- Welche Risiken der Kauf von Bitcoin hat
- Wie man Bitcoin verkauft und das Geld auszahlt
- Wie Bitcoin in Spanien besteuert wird
Häufige Fragen
Lohnt es sich, Bitcoin zu kaufen?
Das hängt von deiner Situation, deinem Anlagehorizont, deiner Risikotoleranz und davon ab, wie gut du verstehst, was du kaufst. Bitcoin kann für bestimmte Personen sinnvoll sein, ist aber nicht für alle eine geeignete Anlage.
Für wen ist es sinnvoll, Bitcoin zu kaufen?
Es kann für jemanden passen, der langfristig an Bitcoin glaubt, für einen Anleger, der sein Portfolio diversifizieren möchte, für jemanden, der auf Kursbewegungen spekulieren will, oder für Profis, die regelmäßig an den Märkten handeln.
Ist es sinnvoll, Bitcoin zu kaufen, wenn ich das Geld bald brauche?
Wahrscheinlich nicht. Bitcoin ist ein sehr volatiler Vermögenswert und kann starken Kursschwankungen unterliegen. Geld anzulegen, das du kurzfristig brauchst, erhöht daher das Risiko, dass du zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen musst.
Ist ein Notgroschen empfehlenswert, bevor man Bitcoin kauft?
Ja. Wenn unerwartete Ausgaben abgedeckt sind, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass du deine Anlage verkaufen musst, nur weil du Liquidität brauchst.
Kann Bitcoin zur Diversifikation eines Portfolios dienen?
Bitcoin kann als eine weitere Position in einem Portfolio eingesetzt werden, wobei seine hohe Volatilität und das Risiko, das du eingehen willst, berücksichtigt werden müssen. Einen kleinen Teil deines Vermögens zu investieren ist nicht dasselbe, wie einen großen Anteil in Bitcoin zu konzentrieren.
Ist es sinnvoll, Bitcoin zu Spekulationszwecken zu kaufen?
Das ist möglich, bedeutet aber ein hohes Risiko. Wer günstig kaufen und teuer verkaufen will, muss akzeptieren, dass sich der Kurs auch stark in die entgegengesetzte Richtung bewegen kann.
Sollte ich Bitcoin verstehen, bevor ich investiere?
Ja. Du solltest mindestens verstehen, was du kaufst, welche Risiken bestehen, wie du es erwerben wirst und wer die Kontrolle über deine Bitcoins haben wird. Je weniger du den Vermögenswert kennst, desto schwieriger ist es, seine Risiken richtig einzuschätzen.
Was passiert, wenn Bitcoin um 30 % oder 50 % fällt?
Wenn ein starker Rückgang dich aus Angst zum Verkauf bringen würde, hast du wahrscheinlich mehr Risiko übernommen, als du tragen kannst. Bitcoin ist deutlich volatiler als viele traditionelle Finanzanlagen.
Ist die Selbstverwahrung von Bitcoins zwingend?
Nein. Du kannst auf unterschiedliche Weise in Bitcoin engagiert bleiben, von Selbstverwahrung über Drittanbieter bis zu bestimmten Finanzprodukten. Selbstverwahrung bietet mehr Kontrolle, bedeutet aber auch, dass du direkt die Verantwortung für die Schlüssel übernimmst.
Ist die langfristige Rendite von Bitcoin garantiert?
Nein. Dass Bitcoin in bestimmten historischen Zeiträumen gestiegen ist, garantiert nicht, dass dies auch künftig geschieht. Finanzaufsichtsbehörden warnen weiterhin davor, dass Kryptoassets volatil und mit hohem Risiko verbunden sind.
Kann Bitcoin Teil einer Nachlassplanung sein?
Ja, Bitcoin kann Teil eines Vermögens sein, das du an deine Erben weitergeben möchtest, und Selbstverwahrung ermöglicht es, den späteren Zugriff auf diese Mittel zu planen. Die Nutzung von Bitcoin beseitigt jedoch nicht automatisch die geltenden rechtlichen und steuerlichen Pflichten.

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