
Die Antwort lautet, so unglaublich es klingt: ja. Ich erzähle es euch:
Wir hatten im Unternehmen seit mehreren Tagen WLAN-Ausfälle, die im Lager für ein gewisses Chaos sorgten, und wir kamen nicht auf die Ursache: vielleicht lag es daran, dass die verwendeten Tablets und PDAs keinen leistungsstarken Empfängerchip hatten, vielleicht war der Access Point ungünstig platziert und lieferte nicht genug Abdeckung, vielleicht war dieser Access Point für all die Geräte nicht stark genug… bis der Systemverantwortliche plötzlich einen Satz fallen ließ, der sich als Schlüssel herausstellte:
"Ich kann ja nicht mal einen einzigen Tag in Ruhe essen…"
Und siehe da: Als wir eins und eins zusammenzählten, kam die Sache ans Licht, denn Mikrowellen arbeiten auf der Frequenz von 2,4 GHz, derselben, die die meisten WiFi-Geräte nutzen seit geraumer Zeit (auch wenn immer mehr Geräte die weniger überlastete 5-GHz-Frequenz nutzen), und unser Access Point hing genau über dem Speiseraum. Es reichte, eine der Mikrowellen zwei Minuten lang einzuschalten, damit alle PDAs nach und nach ausfielen.
Nachdem das Rätsel gelöst war, muss man die Dinge noch etwas genauer erklären, denn viele von uns haben zu Hause WiFi und eine Mikrowelle, ohne dass es irgendwelche Probleme gibt. Das ist möglich, weil diese Geräte von einem Metallgeflecht umgeben sind, dem sogenannten „Faradayschen Käfig“, der sie abschirmt und theoretisch verhindert, dass diese Wellen austreten, die die Störungen verursachen. Offenbar haben unsere die letzte Prüfung wohl nicht bestanden, also passierte eben, was passierte.
Falls euch das Thema interessiert hat und ihr ein bisschen mehr wissen wollt, lasse ich euch hier einen Link da, in dem man uns sogar ein Experiment vorschlägt, das wir zu Hause ausprobieren können, ganz ohne Risiko, klar?

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